Douglasie, Stahl und Stein – eine Küche in ruhiger Sprache

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Ausgangslage

Für ein neu gebautes Wohnhaus hat EHAM die Küche und den Boden umgesetzt. Grundlage war ein Entwurf der Innenarchitektin Veronika Weiß, den EHAM in Planung und Ausführung weiterentwickelt hat. Die Bauherren wünschten sich viel Licht, klare Linien und flächige Fronten ohne sichtbare Griffe. Die Küche liegt offen zum Wohn- und Essbereich. Sie sollte deshalb die hellen Hölzer des Hauses aufnehmen und sich in das Gesamtkonzept einordnen, statt ein eigenes Thema zu setzen. Ein verborgenes Detail im Inneren sind die Schubladen: Ihre Organisation und Gestaltung greifen die Steinarbeitsplatte im Äußeren auf. Gestaltet und geplant hat sie der Produktdesigner Felix Pöttinger.

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Konzept & Haltung

Im ganzen Haus sind zwei helle Hölzer verbaut: Tanne und Douglasie. EHAM hat die Douglasie verarbeitet und vom Boden bis in die Küche durchgezogen. Boden und Schränke haben damit dieselbe Holzart und gehen ohne Materialwechsel ineinander über.

Der Raum ist klar gegliedert. Eine raumhohe Schrankwand aus Douglasie nimmt Stauraum und Einbaugeräte auf.
Unter dem Fenster liegt eine Arbeitszeile mit einer Platte aus Brannenburger Nagelfluh. In der Mitte steht die Kochinsel
als nahezu quadratischer Block aus Edelstahl. Der Stein stellt einen direkten Bezug zur Region her.

Das Prinzip ist Reduktion. Alle Flächen sind furniert, Fronten und Türen haben keine Griffe. Das gilt auch für die Tür zur Back Kitchen. Die raumhohen Pivottüren liegen bündig in der Wandfläche und lesen sich als Teil der Wand. Die Wirkung kommt aus Material und Proportion, nicht aus einzelnen Details.

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Material- & Detailkonzept

Die Douglasie hat je nach Einsatz eine eigene Oberfläche: geseift am Boden, geölt an den Schrankfronten. Die geseifte Oberfläche hält den Boden hell. Für die Küchenfronten hat EHAM breite Furniere gewählt und ihre Aufteilung auf die Frontbreiten abgestimmt. So läuft das Holzbild ohne Brüche über die gesamte Schrankwand.

Der Edelstahlblock ist der technische Gegenpol zum Holz. Das Kochfeld ist flächig in die Abdeckung eingelassen. Die Türen öffnen mit Tip-On und schließen mit minimaler Fuge. Der Block liest sich als ein Stück.

Die Brannenburger Nagelfluh ist ein Konglomerat aus gerundeten Kieseln, die in einem natürlichen Bindemittel verfestigt sind. Ihre kiesige Struktur bringt eine mineralische Ebene in die Küche. Der Stein taucht auch in den Schubladen wieder auf, als Einlage in den einzelnen Fächern.

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Nutzung & Zusammenarbeit

Die Küche ist in enger Zusammenarbeit zwischen der Innenarchitektin Veronika Weiß, EHAM und den Bauherren entstanden. Entwurf, Planung und Ausführung waren eng aufeinander abgestimmt. So fügt sich die Küche selbstverständlich in das Gesamtkonzept des Hauses.

Im Inneren setzt sich dieser Anspruch fort. Für die Schubladen hat der Produktdesigner Felix Pöttinger gemeinsam mit EHAM eine eigene Einteilung entwickelt und an Prototypen aus Holz erprobt. Fächer, Messerblock und Einlagen passen sich in Maß und Material an die Küche an. Die Böden einzelner Fächer sind mit Nagelfluh belegt und greifen so die Steinarbeitsplatte auf.

Küche und Boden: EHAM GmbH
Innenarchitektur: Veronika Weiss und EHAM
Produktdesign Schubladen: Felix Pöttinger
Fotografie: Anna Fichtner

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